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Testmodellierung mit TPT

Tests werden in TPT mit grafisch hybriden Ablaufautomaten beschrieben. Die Automaten können hierarchisch sein, können parallel ablaufen und enthalten auf der untersten Hierarchieebene immer Signalbeschreibungen. Die Automaten sind reaktiv, d.h. sie können auf gemessene Eingänge während des Tests reagieren. Zustände und Transitionen können Varianten enthalten, die analog zu Äquivalenzklassen verschiedene Szenarien abbilden. Tests sind bei Bedarf echtzeitfähig. Modellbasiertes testen mit TPT. Testmodellierung
Einfache Testfälle können intuitiv mit einfachen Schrittlisten oder Signaldefinitionen beschrieben werden.

Grafische Modellierung

Modellbasiertes testen mit TPT. Varianten Modellbasiertes testen mit TPT. Pfadvariation Modellbasiertes testen mit TPT. Testschritte
  • Tests werden mit Automaten beschrieben
  • Ein Automat hat immer einen initialen Knoten. Im ersten Zeitschritt wird in den ersten Zustand (Testlet) geschaltet
  • Transitionsbedingungen steuern die Zustandsübergänge von einem Testlet in ein anderes
  • In einem Zustand wird so lange verweilt, bis der Zustand terminiert oder eine folgende Transitionsbedingung wahr wird
  • Mit Knoten (Junctions) können Entscheidungen zur Testlaufzeit modelliert werden
  • Alternative Modellierungen durch Pfadvariation im Automaten
  • Jeder Zustand (Testlet) kann mehrere Varianten haben
  • Jede Transitionsbedingung kann Varianten mit unterschiedlichen Schaltbedingungen enthalten
  • Einzelne Testfälle sind unterschiedliche Kombinationen von Zustandsabfolgen, Varianten von Zuständen und Varianten von Transitionsbedingungen
  • Signalbeschreibungen erfolgen mit einfachen Schrittlisten oder Formeln

Test Step Listen

Definition von Signalen mit Hilfe von einzelnen Testschrittbeschreibungen und Sequenzen von einfachen Befehlen. Beispielsweise stehen folgende Befehle zur Verfügung:
  • Set Channel: Signal auf einen bestimmten Wert setzen
  • Ramp Channel: Signalrampe
  • Wait:
    • Time: Bspw. 5s
    • Wait for value: Bspw: Signal foo==25
    • Wait…: Bspw: A==B and C==D
  • Set Parameter: Parameter setzen
  • Compare: Wertevergleich von Signalen in einem bestimmten Zeitbereich zur Testauswertung
  • If-Then-Else
  • Documentation: Für Kommentare
  • Message Box: Intaraktion mit dem Benutzer
Testschritte als Testschrittlisten

Direct Definition

  • Signaldefinition mit Formeln in Abhängigkeit der Zeit und anderer Signale: Signal(t) = f(t, Signale)
  • Signaldefinition durch graphisches Editieren „Zusammenklicken“
  • Signaldefinition durch importierte Daten bspw. aus Messdaten
Testschritte formelbasiert als Direct Definition

Systematischer Test

Da Testen immer ein empirisches Verfahren ist, das die Systemqualität niemals vollständig prüfen kann, ist eine systematische und strukturierte Auswahl und Modellierung der Testfälle besonders wichtig. In TPT werden Testfälle nicht isoliert voneinander betrachtet. Stattdessen werden alle Testfälle in einem gemeinsamen Modell mit dem Ziel erstellt, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Testfällen klar herauszuarbeiten und damit einen genauen Überblick zu erhalten, welche Aspekte getestet wurden und welche ggf. außer Acht gelassen wurden.
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